Kundenrezensionen
Mini-Navi vom Feinsten mit kleinen Hindenissen
Zum Geocachen hatte ich mir ein eTrex H gekauft. Ein einfaches aber sehr gutes Gerät. Als mein Enkel zum ersten Mal dabei war und das Ding gesehen hat, war er Feuer und Flamme, war ebenso vom Geocaching-Fieber angesteckt und ich war meinen GPS-Empfänger los. Was tun? Ich habe mir was Neues angeschafft, diesmal etwas komfortabler.
Nach den ersten Erfahrungen mit dem Vorgänger war die Bedienung bald kein Thema mehr, obwohl ich immer noch neue, hilfreiche Eigenschaften finde. Im Internet habe ich mir kostenlose Karten von OMS Computerteddy geladen. Gelandet bin ich schließlich bei der routingfähigen Deutschlandkarte und der Europakarte (nicht routingfähig). Beide passen gemeinsam auf die 2GB Micro-SD-Karte, man muß nur die Karte, die nicht benutzt wird umbenennen. Wenn man das Gerät in den Massenspeichermodus versetzt, ist das kein Problem. Die Karten selbst sollte man direkt per Kartenleser vom PC aus beschreiben, dann geht es sehr flott. Dann ist auch die Europakarte mit ca. 650 MB in Windeseile geladen.
Die OSM-Karten sind Topokarte von höchst aktueller Qualität, bei der auch sehr viele Wanderwege gelistet sind. Ein Beispiel: ein neuer Kreisverkehr, noch im Bau aber schon eingezeichnet.
Zusammen mit der routingfähigen Karte ergaben sich vorher nicht geahnte Möglichkeiten als Navi im Auto. Also war in kurzer Zeit auch eine Kfz-Halterung mit Saugfuß und ein 12V to USB-Adapter beschafft. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel wird der Legend HCx über den Adapter nun über den Zigarettenanzünder im Auto mit Strom versorgt. Mit Displaybeleuchtung auf Dauerbetrieb in voller Helligkeit zeigt es mir nun den Weg im Auto über viele hunderte Kilometer im Autorouting-Betrieb sehr zuverlässig an z.B. (Süddeutschland - Ruhrgebiet war problemlos). Allerdings ohne Ansage, der Annäherungsalarm an Abbiegestellen und die Displayanzeige mit Richtungspfeilen funktioniert sehr gut und übersichtlich. Sogar automatische Neuberechnung beim Verlassen der Spur oder Nichtbefolgen beim Abbiegen ist drin und sehr schnell.
Umgestellt auf Autorouting für Fußgänger findet er sich beim Wandern bestens zurecht. Hier allerdings ohne Abbiegehinweise, aber mit sehr guter Kartendarstellung in Gehrichtung. Für Geocacher ist es absolt Super. Geocache-Koordinaten eingeben, Autorouting einschalten und schon wird der Weg über kleinste Pfade angezeigt. Man muß nur noch loslaufen und kommt an. Wer will, kann natürlich noch konservativ per Luftlinie geradeaus über den Acker laufen.
Im Vergleich mit dem eTrex H nebeneinander sind beide Geräte ebenso empfindlich und zeigen absolut gleiche Koordinaten an.
Warum nur 4 Punkte? Die Bedienungsanleitung und die eingebaute Karte kann man vergessen. Zum Glück gibt es Foren im Internet, in denen man alles das kostenlos nachlesen und nachladen kann, was nicht in der Bedienungsanleitung steht oder auf der Karte drauf ist. Und das ist eine ganze Menge. Da hat man ein Supergerät gekauft und bekommt keine Hinweise vom Hersteller, was alles möglich ist. Schade. Das schlägt sich auch hier in den Rezensionen nieder. Da wird über fehlende Eigenschaften geschimpft, die eigentlich im Gerät drinstecken, nur die Schätze sind nicht gehoben worden. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als selbst zu probieren. Ich bin immer noch nicht am Ende mit dem Dazulernen, obwohl ich das Ding inzwischen seit 6 Wochen intensiv nutze. Täglich kommen noch neue Highlights dazu, die ich so noch nicht kannte. Man wächst mit den Aufgaben und der Legend HCx wird immer legendärer.
Mein nächstes Vorhaben: als Fahrrad-Navi einsetzen und als OpenStreetMaps-Tracker noch fehlende Wege in der Karte ergänzen... das hilft mir und anderen.
Fazit: ein hervorragendes Gerät, das ich nur weiterempfehlen kann.
Jetzt, fast ein Jahr später: Die Gummiarmierung hat sich gelöst. Der darunterliegende Kleber ist aufgeweicht und quillt an den Rändern heraus. Das Internet ist voll davon. Ein Serienfehler, den Garmin seit Jahren nicht in den Griff bekommen hat. Ich habe zur Selbsthilfe gegriffen. Gummimanschette runter, Kleber abgewischt und mit Uhu flinke Flasche lösemittelhaltig neu verklebt. Der Versuch mit Pattex hat am Gummi nicht gehaftet. War ne Mordssauerei weil alles klebt, nur das Gummi nicht... Aber jetzt ist Ruhe. Wer weiß wie lange. Das Gerät funktioniert aber weiterhin einwandfrei.
Beinahe optimal
Nachdem ich auf einer Wanderung gleich zwei mal meine Position nicht mit der Fritsch-Wanderkarte in Einklang bringen konnte, beschloss ich den Kauf eines GPS Gerätes nicht länger hinauszuschieben.
Garmin sollte es sein, zur Auswahl standen für mich die Modelle "Oregon", "GPSmap60CSx" und "etrex".
Für das "Oregon" spricht das große Display und die vielen Möglichkeiten der Software. Nicht optimal finde ich den größeren Strombedarf.
Das "GPSmap60CSx" war lange mein Favorit, ist aber relativ groß, ebenfalls höherer Strombedarf als das "etrex". Bei ihm, wie auch beim "Oregon", ist für mich keine Einhandbedienung möglich.
Meine Wahl fiel letztlich auf das "etrex Legend HCx".
Es hat einen sehr empfindlichen Empfänger, ist leicht, und mit einer Hand zu bedienen. Die relativ kleine Displaygröße und die geringere Pixelanzahl ist zwar ein merklicher Nachteil, aber man kann sich gut daran gewöhnen. Stromverbrauch trotz gutem Empfänger von allen am geringsten, also lange Laufzeit mit Akkus.
Ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Allerdings könnte die Zusammenarbeit mit dem PC besser sein. Trotz USB ist das ganze langsam und man hat keinen Zugriff auf den internen Speicher des Geräts.
Eine 2 Gigabyte Micro SD Card ist absolut sinnvoll.
Die installierte Landkarte ist sehr grob, nicht ausreichen für Wanderungen oder Navigation. Garmins Topo Deutschland V3 ist teuer.
Bei OpenStreetMap Projekt gibt es Karten zum freien Download, die in Verbindung mit einer üblichen Wanderkarte (ich bevorzuge Fritsch) eine schnelle und sichere Positionsbestimmung ermöglichen. Man kann bei "Computerteddy" http://wiki.openstreetmap.org/wiki/User:Computerteddy
zwischen verschiedenen Karten auswählen, wirklich tolle Arbeit.
Für Geocaching ist das "etrex H" bereits ausreichend. Wenn man aber Karten laden will, oder die Caches nicht per Hand eingeben möchte (die alte serielle Schnittstelle beim "etrex H" mit teurem Kabel und Adapter ist doch wohl "out"), ist das "etrex HCx" schon die bessere Lösung. Das "Oregon" kostet knapp das Doppelte.
Warum nicht das "etrex Vista HCx"?: Für etwa 40 Euro mehr hat man dann einen Baro-Höhenmesser und einen Kompass, der allerdings nur in der Waagerechten sicher funktioniert. Da ich Karte (Höhenlinien sind eingezeichnet) und alten Kompass sowieso immer dabei habe, möchte ich das Geld besser anlegen und freue mich, ein wirklich tolles Gerät bekommen zu haben.
Ich habe Gerät und Speicherkarte über Amazon bezogen (2 GB Mirco SD waren von XO Media, inkl. Adapter auf normale SD), beide Artikel waren bereits am übernächsten Werktag da.
Durch den Adapter kann ich die Micro SD über einen üblichen Card Reader mit dem PC verbinden, das ist deutlich schneller als das "etrex" über USB anzuschließen. Auf der Speicherkarte das Verzeichnis "Garmin" erstellen und die Karte als "gmapsupp.img" speichern. Der "etrex" erwartet genau diese Datei in diesem Verzeichnis. Micro SD wieder in "etrex" Deckel zu und fertig.
Die (fast) eierlegende Navigationssau
Mit der Größe einer Zigarettenschachtel, weniger als 200 Gramm Gewicht und einer getesteten Laufzeit von über 20 Stunden mit Standrd NiMH's kann der Legend HCx beinahe alles was man sich zum Navigieren wünscht.
Adressgenaues Routing - besonders geeignet zum Fahrradfahren und Inlinern
Routing durch Wald und Flur - nachdem man es am PC plant
Tracking der zurückgelegten Wege - zum Austausch von Routen
Allerdings erst so richtig schön, wenn man sich für die gleiche Summe nochmal Karten gönnt. Das treibt den Systempreis nochmal nach oben...
Ein bisschen was zur Haptik: Wie bei allen kompakten elektronischen Geräte ist die Bedienung etwas fummelig, und das Display ist zwar brilliant, aber, dem Formfaktor entsprechend klein. Die Bedienung über eine Serie von Knöpfen am Rand und dem Joystick funktioniert auch bei mir als Linkshänder. Die Menüführung ist nicht sehr intuitiv, aber wer mit Windows zurechtkommt meistert auch den Legend.
Als am Störendsten habe ich empfunden, dass man keine Profile für die Wander und die Straßennavigation hinterlegen kann. Die Umstellung ist jedesmal ein kleiner Parforce Ritt durch die gängigsten Menü's.
Der Legend hupt nur wenn er etwas mitzuteilen hat. Die eigentliche Nachricht muss abgelesen werden. Und das ist die Crux beim Autofahren, da sollte man Ihn lieber dem Beifahrer überlassen.
Wo macht der Legend am meisten Spass??
1. Beim Wandern - man kommt in eine fremde Gegend, lädt sich ein paar Tracks aus dem Internet und läuft los. Das ist das pure Abenteuer für den Elektronik Geek ;-)
2. Als Every Day Carry in einer fremdem Stadt
- Eine interessante Location gefunden, Wegpunkt setzten
- Hundemüde schnell ins Hotel zurückwollen - Navigation ein und los gehts.
3. Gemeinnützig sein - An Projekten wie der Openstreetmap teilnehmen
Was kann er nicht??
Er ist kein Trainingscomputer - Dafür gibt es z.B. die Edge's
Er ist kein vollwertiger Autonavi.
Er ist kein PDA, kein Handy, und keine Kamera.
Er macht nicht viele Sachen schlecht, er macht eine Sache gut.
Und das ist einen von A nach B bringen, wenn es auf Gewicht und Ausdauer ankommt.
Deshalb bekommt er von mir die volle Punktzahl